Soziologische Theorie

Sektion der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 

Über die Sektion


Soziologische Theorie

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Geschichte der Sektion


Die Sektion "Soziologische Theorien" in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) wurde 1978 gegründet.

Voraus ging eine von der Werner-Reimers-Stiftung geförderte Tagung zum Thema des 'Theorienvergleichs in den Sozialwissenschaften' im Jahre 1977 in Bad Homburg (vgl. die Dokumentation Karl-Otto Hondrich & Joachim Matthes (Hg.): Theorienvergleich in den Sozialwissenschaften, Darmstadt und Neuwied 1978: Luchterhand), auf der das Interesse an einer kontinuierlichen und institutionalisierten Diskussion zu Fragen der soziologischen Theorienbildung und des Theorienvergleichs artikuliert wurde. Die Notwendigkeit einer theoretischen Auseinandersetzung über die Grenzen unterschiedlicher theoretischer Denkschulen hinweg hat damit von Beginn an die Arbeit der Sektion motiviert.

Die Sektion nahm zunächst unter der Federführung des Gründungsvorstandes, dem Hans Haferkamp, Karl-Otto Hondrich, Siegwart Lindenberg, Joachim Matthes sowie Bernhard Giesen als erster Sprecher der Sektion angehörten, ihre Arbeit auf. Bernhard Giesen folgten Hans Haferkamp, Johannes Weiß, Richard Münch, Johannes Berger, Hans-Georg Soeffner, Hans-Peter Müller,  Uwe Schimank sowie Thomas Kron als Sektionsvorsitzende.

Seit Dezember 2016 bilden Gert Albert, Heike Delitz, Rainer Greshoff, Henning Laux, und Joachim Renn den Vorstand.

Sie folgten auf Anna Henkel, Thomas Kron, Joachim Renn und Rainer Schützeichel; sowie auf Thomas Kron, Gesa Lindemann, Andreas Reckwitz, Wolfgang L. Schneider und Ingo Schulz-Schaeffer.

Die Sektion legte von Anfang an besonderen Wert auf eine Theoriediskussion auch über den nationalen Rahmen hinaus. Wegweisend waren in dieser Hinsicht in den 1980er Jahren drei deutsch-amerikanische Theoriekonferenzen (vgl. die Dokumentationen Jeffrey Alexander u.a. (Hg.): The Micro-Macro-Link, Berkeley 1987: UCP; Hans Haferkamp & Neil Smelser (Hg.): Modernity and Social Change, Berkeley 1991: UCP sowie Richard Münch & Neil Smelser (Hg.): Theory of Culture, Berkeley 1992: UCP), denen sich in den 1990er Jahre zwei weitere internationale Konferenzen anschlossen: Modernität und Barbarei, Hamburg 1994 (vgl. Max Miller & Hans-Georg Soeffner (Hg.): Modernität und Barbarei, Frankfurt 1996: Suhrkamp); Macht und Organisation, Hamburg 1997.

Es finden regelmäßig Tagungen zum Werk einzelner soziologischer Theoretiker und zu ausgewählten Fragen der Sozial- und Gesellschaftstheorie statt.


Geschäftsordnung der Sektion


Ordnung der Sektion Soziologische Theorie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)


§ 1 Ziel der Sektion

Ziel der Sektion Soziologische Theorie ist, die Diskussion und Weiterentwicklung allgemeiner Soziologischer Theorie im Rahmen der Zielsetzung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zu fördern.


§ 2 Organe der Sektion

Organe der Sektion sind der Sektionsvorstand und die Mitgliederversammlung der Sektion.


§ 3 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus bis zu fünf Personen, die für die Dauer von jeweils zwei Jahren gewählt werden. Die direkte Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern sollte in der Regel nicht mehr als zweimal erfolgen.

(2) Der Vorstand wird in der Regel durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Entscheidung über das Wahlverfahren trifft der Vorstand.

(3) Wahlvorschläge erfolgen durch den Vorstand und die Mitglieder. In den Vorstand können nur Mitglieder der Sektion gewählt werden, die zugleich auch Mitglieder der DGS sind.

(4) Der Vorstand führt die Geschäfte der Sektion und bestimmt die inhaltlichen Schwerpunkte und organisatorischen Aktivitäten der Sektion. (5) Der Vorstand legt die Höhe der Sektionsgebühr fest und entscheidet über den Antrag auf Aufnahme als Mitglied (gemäß §5).

(6) Der Vorstand nimmt eine Verteilung der Zuständigkeiten für die Funktionen des Sprechers/der Sprecherin der Sektion, seines/ihres Stellvertreters bzw. seines/ihrer Stellvertreterin und einem Kassenwart/einer Kassenwartin vor sowie für weitere Zuständigkeitsbereiche nach Bedarf.

(7) Der Sprecher/die Sprecherin vertritt die Sektion innerhalb der DGS (z.B. gegenüber Vorstand und Konzil) sowie nach außen.

(8) Die weiteren Mitglieder des Vorstandes unterstützen die Sprecherin bzw. den Sprecher bei der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit.

(9) Der Vorstand organisiert Sektionsveranstaltungen und lädt die Sektionsmitglieder dazu ein. Jährlich sollen zwei Sektionsveranstaltungen (Frühjahr und Herbst) durchgeführt werden. Über den Stand geplanter Aktivitäten erstellt der Vorstand einen Bericht zur Vorlage auf der Mitgliederversammlung.

(10) Der Vorstand erstellt einen jährlichen Rechenschaftsbericht über seine Tätigkeit und über die Verwendung der Sektionsmittel zur Vorlage auf der Mitgliederversammlung.

(11) Der Vorstand organisiert mindestens einmal im Jahr die Mitgliederversammlung und lädt dazu ein.


§ 4 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung der Sektion setzt sich aus den eingetragenen Mitgliedern der Sektion Soziologische Theorie zusammen und kommt mindestens einmal im Jahr zusammen. Die Mitgliederversammlung sollte in der Regel im Zusammenhang mit einer Veranstaltung der Sektion stattfinden.

(2) Zur Mitgliederversammlung lädt der Sprecher/die Sprecherin unter Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens 14 Tagen ein.

(3) Die Mitgliederversammlung berät den Vorstand bei der Bestimmung der inhaltlichen Ausrichtung und praktischen Durchführung der Sektionstätigkeit.

(4) Die Mitgliederversammlung entscheidet bei zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

(5) Auf Antrag von mindestens fünf Mitgliedern befasst sich die Mitgliederversammlung mit Beschlüssen des Vorstands und kann nach einer Aussprache den Vorstand mit einfacher Mehrheit zur Rücknahme oder Änderung des betreffenden Beschlusses auffordern.

(6) Die Mitgliederversammlung nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstands entgegen und entscheidet nach dem Ende der Wahlperiode über die Entlastung des Vorstands.


§ 5 Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft in der Sektion Soziologische Theorie in der DGS steht grundsätzlich allen Interessierten offen. Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein Antrag an die Sprecherin bzw. den Sprecher der Sektion auf Aufnahme.

(2) Mit dem Aufnahmeantrag erklärt der Antragsteller/ die Antragstellerin seine/ihre Zustimmung zu den Sektionszielen und zur Verpflichtung der Entrichtung der Sektionsgebühr als Voraussetzung für die Mitgliedschaft.

(3) Die Entscheidung über die Annahme des Antrags auf Mitgliedschaft trifft der Vorstand.

(4) Die Sektionsgebühr ist zum ersten Mal nach Aufnahme in die Sektion und für die dann folgenden Kalenderjahre jeweils bis zum Ende des ersten Quartals zu entrichten. Die Mitgliedschaft wird mit dem Eingang der Sektionsgebühr auf das vom Vorstand angegebene Konto wirksam.

(5) Die Mitgliedschaft endet, wenn das Mitglied dem Vorstand seinen Austritt erklärt.

(6) Die Mitgliedschaft kann durch Beschluss des Vorstands aufgehoben werden, wenn das Mitglied die Ziele der Sektion grob verletzt; oder wenn die Sektionsgebühr für zwei aufeinander folgende Kalenderjahre trotz zweifacher Mahnung nicht entrichtet wurde.


§ 6 Veranstaltungen der Sektion

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Sektion ist für alle Mitglieder der DGS und der Sektion öffentlich. Ansonsten gilt § 3 (9).


§ 7 Änderungen der Geschäftsordnung

(1) Eine Geschäftsordnungsänderung kann nur erfolgen, wenn ein dies bezüglicher Antrag von mindestens fünf Mitgliedern der Sektion als eigenständiger Tagesordnungspunkt termingerecht (s. § 7,2) eingebracht wurde und dieser dann in der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder befürwortet wird.  

(2) Ein Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung muss bei der Sprecherin bzw. dem Sprecher mindestens vier Wochen vor der Mitgliederversammlung eingegangen sein, damit dieser als Tagungsordnungspunkt aufgenommen werden kann.

(3) Eine beschlossene Änderung der Geschäftsordnung wird zum Beginn des folgenden Kalenderjahres wirksam, wenn die Mitgliederversammlung nicht einen früheren Termin des Inkrafttretens beschließt.


§ 8 Inkrafttreten der Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung tritt zum 01. Januar 2016 in Kraft.


§9 Weitere Regelungen

Im Übrigen gelten die Satzung und die Wahl- und Verfahrensordnung der DGS